3.1 SMIL2-Module im Überblick
Die "Animation Modules" beinhalten das "BasicAnimation-Modul" und das
"SplineAnimation-Modul".
- Das "BasicAnimation-Modul" definiert Tags, die Attribute von
Darstellungselementen wie Position, Größe oder Farbe über der Zeit
verändern.
- Das "SplineAnimation-Modul" erweitert das "BasicAnimation-Modul" um
die Möglichkeit, Attributwerte über der Zeit entsprechend einer aus
Stützpunkten berechneten Kurve (spline) zu verändern.
"Content Control Modules" beinhalten die Module "BasicContentControl",
"CustomTestAttributes", "PrefetchControl" und "SkipContentControl".
- "BasicContentControl" umfasst die aus SMIL1 bekannte Auswahllogik mittels des
skip-Elements und der Systemtest-Attribute.
- Die "CustomTestAttributes" erweitern die möglichen Testattribute. Hierzu
wird jeweils eine URI als Referenz fuer zusätzliche Attribute angegeben.
- Mit "PrefetchControl" kann der Ladezeitpunkt und -ablauf von Darstellungsobjekten
bestimmt werden.
- "SkipContentControl" beinhaltet eigentlich nur das skip-content-Attribut.
Es beschreibt, wann Elemente, die nicht der dem darstellenden Programm
zugrundeliegenden Spezifikation entsprechen, ausgelassen werden sollen.
"Layout Modules" beinhalten die Module "BasicLayout", "AudioLayout", "MultiWindowLayout"
und "HierarchicalLayout".
- "BasicLayout" entspricht der Definition in SMIL 1 und ist Grundlage fü die
folgenden drei Module.
- Das "AudioLayout" führt das Attribut soundLevel für region-Elemente
ein. Dieses Attribut bestimmt mit einer prozentualen Angabe die Skalierung aller
der dem region-Element zugehörigen Audio-Elemente.
- Das "MultiWindowLayout" definiert das Element topLayout, das ein Kind-Element
von layout ist. Inhalte dieser Elemente sind relativ zu dem durch dieses Element
definierten Knoten, und nicht zum Gesamtdokument.
- Das "HierarchicalLayout" fordert die Möglichkeit, region-Elemente hierarchisch
aufzubauen. Definitionen innerhalb einer Kind-region sind dann relativ zur
Eltern-region.
"Linking Modules" beinhalten die Module "LinkingAttributes", "BasicLinking" und "ObjectLinking".
- "LinkingAttributes" beschreiben zahlreiche Attribute eines Verweises, wie Quell- und
Ziel-Skalierung, Art der Link-Auslösung, die Art der Darstellung der Zielinhalte, den
Einsprungzusatnd der Zielinhalte und einiges mehr.
- "BasicLinking" beschreibt die Elemente a und area. a entspricht dem
gleichnamigen Element der SMIL1-Spezifikation, area ist eine erweiterte Version des
anchor-Elements. "BasicLinking" beinhaltet alle "LinkingAttributes".
- "ObjectLinking" definiert das fragment-Attribut, das Teile des Zielobjektes
referenziert.
Die "Media Object Modules" sind "BasicMedia", "MediaClipping", "MediaClipMarkers", "MediaParam",
"MediaAccessibility", "MediaDescription" und "BrushMedia".
- "BasicMedia" enthält die in SMIL1 beschriebenen Präsentationselemente
(siehe 2.3.2).
- "MediaClipping" lässt die Referenzierung von Teilen von Video- und Audiodateien über
die Attribute clip-begin und clip-end zu
- "MediaClipMarkers" erweitert die "MediaClipping"-Attribute um die Möglichkeit der
Positionsbestimmung über einen Marker im Medienobjekt. Statt einer Zeit- oder Frameangabe
wird dann eine benamte Stelle referenziert.
- "MediaParam" beinhaltet Möglichkeiten Paramater für das Präsentationselement
zu setzen, die seine Darstellung und EInbettung in das SMIL-Dokument beeinflussen.
- "MediaDescription" beinhaltet Attribute zur Angabe von Urheberrecht, Autor usw für
Präsentationselemente.
- "MediaAccessibility" enthät erweiternde Beschreibungsattribute, wie sie zB von Sehbehinderten
benoetigt werden: URI zu erweiterter Beschreibung des Objekts, Positionsangabe für
eine Vorlesereihenfolge.
- "BrushMedia" definiert das zus&aum;tzliche (Pseudo-)Präsentationselement brush.
Es definiert eine Farbe, mit der seine Darstellungsfläche zu füllen ist.
"Metainformation Module" ist ein einzelnes Modul. Es enthält das meta-Element wie in
2.2.1 beschrieben. Neu hinzu kommt das metadata-Element,
das die RDF(Resource Description Framework)-Syntax integriert.
Das "Structure Module" dient der Integration von SMIL-Modulen, wenn diese zu einer eigenen Sprache
zusammengefügt werden sollen. Es entspricht der aus SMIL 1 bekannten Struktur
(siehe Kapitel 2.1).
Das "Timing and Synchronization Module" beinhaltet die fü Koordination und Synchronisation
zuständigen Elemente par und seq aus der SMIL1-Spec
(siehe Kapitel 2.3.1). Hinzu kommt das Element excl,
dass seinen Inhalt einzeln aber in beliebeiger Reihenfolge wiedergibt.
"Time Manipulations Module" ist ein alleinstehendes Modul. Es beinhaltet eine Erweiterung der
Animnationsmodule um die Definition von Beschleunigung/Verzögrung, der Bewegungsumkehr sowie
der Skalierung.
Das "Transition Effects Module" gibt die Möglichkeit, das Aus- und Einblenden von
Präsentationselementen, sowie das &Uml;bergangsverhalten zwischen zwei solchen zu beschreiben.
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